Knapp 50 der besten deutschen Golftrainer diskutieren beim DGV-Coaches-Circle über die aktuelle Situation im deutschen Leistungsgolf und erhalten dank interessanter Vorträge neue Impulse für ihre Arbeit.

So viel Golf-Know-How in einem Raum findet man selten. Die Trainer der Bundesligaclubs, der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi, Bundes- und Landestrainer sowie Trainer deutscher Tourspieler trafen sich am 4. und 5. Dezember in Frankfurt im Rahmen des 2. DGV-Coaches-Circle. Übergeordnetes Thema der diesjährigen Veranstaltung war die langfristige Leistungssteuerung im Golfsport. Die Teilnehmer diskutierten in Kleingruppen und im großen Plenum über Möglichkeiten, die Situation in den Clubs sowie auf Landes- und Bundesebene zu verbessern.

„Wir versuchen mit dieser Plattform, die Lücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Praxis ein wenig zu schließen. Außerdem stellt der DGV-Coaches-Circle eine einzigartige Möglichkeit dar, sich mit einer so entscheidenden Gruppe im Golf unmittelbar auszutauschen und Impulse aus der Trainerschaft aufzunehmen“, stellt DGV-Sportvorstand Marcus Neumann die Bedeutung der Veranstaltung noch einmal heraus.


Das Seminarprogramm befasste sich am ersten Tag mit der langfristigen Athletenentwicklung im Golf. Glenn Cundari, Technical Director der PGA of Canada, stellte die von der PGA of Canada und Golf Canada entwickelte Konzeption zur langfristigen Spielerentwicklung vor. Daran anknüpfend referierten DGV-Sportvorstand Neumann und Bundestrainer Sebastian Rühl über die neue DGV-Rahmentrainingskonzeption 2.0.

An Tag zwei standen trainingswissenschaftliche Erkenntnisse im Fokus. Prof. Dr. Michael Kellmann, Leiter des Lehr- und Forschungsbereichs Sportpsychologie der Ruhr-Universität Bochum, informierte über das Forschungsprojekt „REGman – Regenerationsmanagement im Spitzensport“. Während die Trainingswissenschaft im Bereich der Belastungssteuerung eine Vielzahl an Erkenntnissen gesammelt hat, wird das Thema Erholung häufig vernachlässigt, obwohl es einen ebenso entscheidenden Faktor bei der kurz- und langfristigen Trainingssteuerung darstellt. Zentrale Aussage: Erholung optimieren, nicht nur Belastungen verringern. Gerade im Zeitalter von Neuen Medien und G8 kommt der Faktor Erholung bei vielen jungen Leistungssportlern zu kurz. Einen interessanten Beitrag über die Funktionalität des Lernens lieferte Laura Walk, vom TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm. Sie stellte Zusammenhänge zwischen sportlichem Lernen und Emotionen sowie der Fähigkeit zur Selbstregulation her.

Neben der Wissensvermittlung stand an beiden Tagen auch die Diskussion über zukünftige Maßnahmen zur Optimierung in der Leistungssportförderung im Mittelpunkt. Insbesondere bei den Themen Wettspielangebot und Wettspielformate sowie der Vereinbarkeit von Leistungsgolf und Schule, Ausbildung oder Studium sehen die Trainer Optimierungsbedarf. Eine wichtige Botschaft für Neumann: „Wir nehmen aus den beiden Tagen eine klare Stimmungslage unter den Trainern mit und werden diese in zukünftige Entscheidungen mit einbeziehen. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass jeder Trainer Impulse für seine tägliche Arbeit mit nach Hause nimmt. Trainer haben eine Schlüsselrolle im Club und können viel bewegen. Wir wollen sie darin bestärken, sich für den Leistungssport in ihrem Umfeld stark zu machen.“

Eine zentrale Rolle spielen Trainer auch laut Prof. Dr. Lutz Nordmann, Direktor der Trainerakademie Köln des DOSB. Er wies in seinem Vortrag „Leadership – ein Markenkern erfolgreicher Trainer“ auf die Bedeutung von Trainern in der Leistungsentwicklung des Sportlers hin. Nordmann stellte die Bedeutung von Ausbildung, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch innerhalb der Trainerschaft heraus. Ein Credo, dessen sich Marcus Neumann auch mit dieser Veranstaltung anschließt: „Es ist sehr positiv, dass der DGV-Coaches-Circle so gut angenommen wird und die besten Trainer Deutschlands die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Gedankenaustausch wahrnehmen. Wir werden den Kontakt mit den Trainern weiter pflegen und ich freue mich auf den nächsten Coaches-Circle in zwei Jahren, bildet er doch eine weiterhin wichtige Plattform, um Expertise und Professionalität im deutschen Golfsport zu gewährleisten.“ Im kommenden Jahr findet der im Wechsel mit dem Coaches-Circle ausgerichtete Jugendgolf-Kongress statt.

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