Inklusionsprojekte machen das Rennen

News, 09.10.2019 um 16:11 Uhr
Die Nominierten für den DGV-Innovationspreis stehen fest.
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Die Nominierten stehen fest: Der Golfclub Lilienthal, der Bielefelder Golfclub und der Universitäts-Golfclub Paderborn gehen mit ihren sozialen Projekten um die ersten drei Plätze beim DGV-Innovationspreis - ABSCHLAG DER IDEEN ins Rennen. Der Preis wird vom Deutschen Golf Verband e.V. (DGV) gemeinsam mit dem DGV-Partner Allianz in diesem Jahr in der Kategorie "Golf und soziale Verantwortung" vergeben. Die prämierten Projekte dienen als gute Vorbilder und zeigen, dass gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln im Golfsport gelebt wird. Neun Juroren haben 32 Einreichungen von 30 DGV-Mitgliedern gesichtet und zwölf Projekte vorausgewählt, die bei einer ganztägigen Sitzung besprochen wurden. Die Expertenjury arbeitete aus der Vorauswahl anhand der Faktoren Innovationsgrad und Kreativität, Vorbildwirkung und Möglichkeit des Transfers, Nachhaltigkeit, Bewusstsein für soziale Verantwortung, Integration ins Clubleben sowie öffentliche Wahrnehmung die drei Nominierten heraus, die sich beim DGV-Verbandstag im April 2020 den anwesenden DGV-Mitgliedern zur finalen Wahl stellen werden. "Mit dem Projekt Golf&Inklusion und dem Ziel, Menschen mit Beeinträchtigungen jedweder Art den Zugang zum Golfsport zu ermöglichen, hat der DGV bereits einen Schwerpunkt gesetzt", sagt Claus M. Kobold, Präsident des DGV. "Die Auswahl der drei Nominierten macht deutlich, dass zahlreiche Golfclubs das Thema in vielfältiger Weise mit hohem Engagement vorantreiben." Jurymitglied Manfred Boschatzke, Leiter Sponsoring der Allianz Deutschland AG ergänzt: "Dass soziale Verantwortung und Golfsport zusammenpassen, belegen die eingereichten Projekte eindrucksvoll - unabhängig davon, ob es um Inklusion, die Unterstützung einer Freiwilligen Feuerwehr oder die Integration Geflüchteter geht." Alle Teilnehmer leisten mit ihren Best-Practice-Beispielen einen wertvollen Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Engagement der Golf-Community, indem sie ihr Wissen mit anderen DGV-Mitgliedern teilen und ermöglichen, dass ihre Ideen auch in anderen Clubs umgesetzt werden. Die Nominierten werden mit einem Preisgeld, einem Video über ihr Projekt und mit Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit belohnt.   Golfclub Lilienthal - "Von der Integration zur Inklusion" Mit dem Bau eines integrativen Golfplatzes speziell auch für mobilitätseingeschränkte Spielerinnen und Spieler betrat der Golfclub Lilienthal vor 20 Jahren Neuland. In der Zwischenzeit ist der Begriff "Inklusion" viel weitreichender. Ging es bei der Integration noch um das "Dazuholen" wird bei der Inklusion Vielfalt zum Normalfall und Teilhabe Aller selbstverständlich. Das wird in Lilienthal gelebt und wahrgenommen. Rund ein Dutzend Menschen mit Behinderungen werden in der Anlage beschäftigt. Mit mehreren Förderschulen besteht eine Zusammenarbeit und jährliche Turniere mit Jugendlichen und Erwachsenen mit unterschiedlichen Handicaps gehören zum festen Programm. Der Bremer Sportler des Jahres 2018 Christoph Schuler im Bereich Behinderung kommt aus dem Golfclub Lilienthal und wurde außerdem bei den Special Olympics in Abu Dhabi in diesem Jahr Vierter. "Das zeigt," so Präsident Claus Kleyboldt, "dass wir den richtigen Weg gegangen sind und weiter gehen werden. Das Erreichte macht uns stolz!" Bielefelder Golfclub - "Golf verbindet" Der Bielefelder Golfclub hat mit seinem Projekt "Golf verbindet" bereits vor 18 Jahren die Grundlage dafür gelegt, dass Inklusion heute fester Bestandteil seines Sportkonzeptes ist. Der Golfclub pflegt eine enge Partnerschaft mit der Mamre-Patmos-Schule, einer Förderschule für Menschen mit besonderem Förderbedarf im Bereich der geistigen und der körperlichen und motorischen Entwicklung der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Mit der Gründung des Golfstützpunktes NRW im BGC e.V. folgten mehrere Förderschulen in Ostwestfalen dem Beispiel. Seit 2003 nehmen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig an den regionalen-, nationalen- und internationalen Wettspielen von Special Olympics teil. 2014 hat der Bielefelder Golfclub e. V. gemeinsam mit der Mamre-Patmos- Schule ein national ausgeschriebenes integratives Golfturnier ins Leben gerufen, das nun jährlich nach dem Regelwerk von Special Olympics auf der Anlage des Clubs stattfindet. "Wir wollen helfen, Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung zu einer Selbstverständlichkeit zu machen", erklärt Birgit Kamloth, Präsidentin des Bielefelder GC, die Motivation. "Mit den Aktivitäten sichtbar sein, sie irgendwann zur Normalität werden zu lassen, das ist unseren Mitgliedern eine Herzensangelegenheit." Universitäts-Golfclubs Paderborn - "Haxterpark Projekt" Das "Haxterpark Projekt" des Universitäts-Golfclubs Paderborn hatte von Anfang an das Ziel, eine inklusive Bewegungs- und Golfanlage zu schaffen, die über den Golfsport hinaus geht. Seit der Gründung im Jahr 2004 bestehen Kooperationen zu Förderschulen. Sehr viele Golfer mit Behinderung sind Mitglied im Verein - nicht nur wegen der zahlreichen Rehasportangebote - und jedes Golfturnier ist inklusiv. "Inklusion im Sport - Inklusion durch Sport" heißt auch: 22 Mitarbeiter mit einer schweren Behinderung sind derzeit beschäftigt, für die zum Teil eigene Pflegegeräte entwickelt wurden. Ab dem Herbst 2019 wird auch eine theoriereduzierte Ausbildung zum Sportrasenpfleger angeboten. "Wir haben versucht, die Sportanlage gesellschaftlich verantwortlich zu entwickeln", so Helmut Böhmer, Vorsitzender des Universitäts-Golfclub Paderborn und der gemeinnützigen Haxterpark GmbH. "Es handelt sich um ein fortwährendes Projekt, das um weitere inklusive Aktivitäten und barrierefreie Versammlungsräume ergänzt werden soll." Mehr Informationen zum DGV-Innovationspreis gibt es im DGV-Serviceportal unter www.golf.de/serviceportal.

St. Leon-Rot holt Bronze bei Club-EM

News, 05.10.2019 um 11:22 Uhr
Spannendes Finale bei der European Ladies Club Trophy in Ungarn.
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Balatonudvari, Ungarn - Die European Ladies Club Trophy hat den besten Mannschaften Europas bereits zum 19. Mal die Möglichkeit geboten, die Saison mit einem großen Titel abzuschließen. Dazu trafen sich 16 Landesmeister sowie die Titelverteidigerinnen des Hamburger GC in Ungarn. Nach drei Runden Zählspiel hatten die Akteurinnen des Smorum Golf Club aus Dänemark die Nase knapp vorne und sicherten sich den zweiten Titel der Clubgeschichte. Nur zwei Schläge dahinter und mit Bronze geschmückt landeten die Deutschen Meisterinnen des GC St. Leon-Rot. Hamburg beendete das Turnier auf dem fünften Rang. Starker Auftakt und Hoffnung auf Sieg Nummer 6 Die European Ladies Club Trophy hätte für St. Leon-Rot nicht besser beginnen können. An der Spitze liegend kontrollierten die drei Damen Marie Bechtold, Paula Stella Schulz-Hanssen - als 120. der aktuellen Amateur Weltrangliste bestplatzierte Spielerin im Feld - und Laura Kowohl das Geschehen, wenngleich die Bedingungen zum Auftakt alles andere als gut waren. "Am Donnerstag war Ausnahmezustand", beschrieb Pascal Proske - Trainer der St. Leon-Roter Damen - den Wind zum Start ins Turnier. "Da haben mir die Mädels echt leid getan. Es kam zu Ergebnissen, für die sie nichts konnten und das, obwohl der Platz viel Wind verträgt." Mit niedrigen Scores im Balaton Golf Club verteidigte das Trio auch am zweiten von drei Turniertagen die Führung und startete mit guten Chancen auf einen weiteren Sieg ins Finale. Immerhin ist der GC St. Leon-Rot mit fünf Titeln Rekordsieger der European Ladies Club Trophy. Lange Saison mit positivem Ausklang Und die entscheidende Runde begann dann auch ausgesprochen vielversprechend. Frühe Birdies von Kowohl und Bechtold nährten die Hoffnungen auf den sechsten Sieg in diesem Wettbewerb. Dass es dazu dann doch nicht kommen sollte, lag an der stark aufspielenden Konkurrenz. Die Spielerinnen des irischen Lahinch Golf Club notierten gleich zwei Par-Runden, bei den Däninnen lief es sogar noch besser. Louise Markvardsen drehte auf der Back Nine mit fünf Birdies richtig auf und unterschrieb am Ende mit 68 Schlägen (-4) die beste Runde des Turniers. Die beeindruckenden Leistungen am ungarischen Plattensee waren dafür verantwortlich, dass die skandinavischen Siegerinnen (+17), die zweitplatzierten Irinnen (+18) sowie das Team aus St. Leon-Rot (+19) in der Endabrechnung jeweils lediglich ein Schlag trennte. "Ich habe viel Positives gesehen und bin stolz auf die Mädels", resümierte Proske anschließend. "Es ist ein anspruchsvoller Platz gewesen, auf dem es keine Selbstverständlichkeit ist, eine 68 zu spielen. Meine Spielerinnen haben von Tag zu Tag besser verstanden, wie sie den Platz spielen mussten. Das hat zu dem guten Ergebnis geführt. Es war eine lange Saison und zwei der Spielerinnen sind zudem quasi direkt aus Kanada angereist."  Birdies für ein gutes Endergebnis Ebenfalls lange auf eine Medaille und sogar eine erfolgreiche Titelverteidigung hofften die drei Spielerinnen des Hamburger GC. Nach sechs Löchern der Finalrunde lag das Team drei unter Par und machte Druck auf die Spitze des Feldes. In der Folge fielen die Bälle dann jedoch häufig erst zu Schlagverlusten. Insgesamt verbuchten die Norddeutschen trotzdem ihr bestes Tagesergebnis im Verlauf des Turniers. Auch wenn es am Ende weder für den erneuten Sieg auf europäischer Ebene, noch einen Platz auf dem Treppchen reichte - der fünfte Rang in einem Feld dieser Konkurrenz ist definitiv ein großer Erfolg. Die European Ladies Club Trophy wird jährlich mit den amtierenden Landesmeistern sowie dem Titelverteidiger ausgespielt. Drei Akteurinnen eines jeden Clubs treten dabei über drei Runden Zählspiel an. Die beiden besten Einzelergebnisse pro Tag bilden das Teamergebnis. 2018 hatte die Mannschaft des Hamburger GC den Titel in Bulgarien gewonnen.

Deutschland bei WM auf Rang neun

News, 27.09.2019 um 22:40 Uhr
Die Mädchen des Junior Team Germany erreichen bei der Team-WM in Kanada einen sehr guten neunten Platz. Am Ende gibt es sehr zufriedene Gesichter der Aktiven im Dress mit dem Bundesadler auf dem Shirt.
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Markham/Kanada - Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl und seine Mädels haben bei der Team-WM in Kanada mit einer ganz starken Teamleistung im Endklassement einen sehr guten neunten Platz erkämpft. Der Finaltag auf dem Südkurs des Angus Glen GC hatte es noch einmal in sich, auch wenn der Wind etwas nachgelassen hatte. Marie Bechtold, die bislang aus dem deutschen Team am besten platziert war, traf auf ihrer Frontnine nur zwei Grüns und so kassierte die Spielerin des GC St. Leon-Rot zwar nur einen Doppelbogey, brachte aber im Gegenzug kein Birdie unter. Dies bleib auch auf der Backnine so, so dass bei sehr toughen Fahnenpositionen die Scorekarte der angehenden Studentin ohne Loch unter Par bleib. Mit ihrer 80 (-8) war die Siegerin der English Girls 2019 am Finaltag nicht in der Wertung für das deutsche Team und belegte im Endklassement der Einzelwertung Rang 29. Starke Finalrunde für Schulz-Hanßen Am Finaltag brachte Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot ihren besten Score in das imposante Clubhaus. Die Jugend-Nationalspielerin brachte als großen Abschluss ihres Rookie-Jahres im Nationaldress eine ganz starke 70 (-2) nach Hause. Vier Birdies standen lediglich zwei Bogeys gegenüber. Damit kletterte die ehrgeizige Athletin aus der Kurpfalz in der Einzelwertung noch bis auf Rang 15. "Gefühlt habe ich heute meine Chancen besser genutzt und war mir bei allen Schlägen ein bisschen sicherer. Für heute hatten wir als Ziel, mehr auf Angriff zu spielen und so auf jeden Fall die Top Ten zu erreichen. Das haben wir geschafft. Ich bin mit meiner Runde zufrieden. Das war eine sehr coole Woche. Wir haben alle viel gelernt und neue Erfahrungen gesammelt", freute sich Paula Schulz-Hanßen über den Abschluss dieser Team-WM, die für alle Spielerinnen Neuland waren. Chiara Horder mit guter Finalrunde Den besten Score ihres ersten Auftritts im Nationaldress brachte Chiara Horder bei der Finalrunde dieser inoffiziellen Team-WM unter. Die Bayerin, die für den GC München Valley in der KRAMSKI Deutschen Liga presented by Audi antritt, war nach ihrer 74 (+2) sehr glücklich: "Das war ein mega cooles Turnier. Ich bin sehr happy und stolz, das Golf Team Germany bei dieser Weltmeisterschaft repräsentieren zu dürfen. Es hat riesig viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Mit dem Team-Ergebnis in der Top Ten, mit diesem neunten Platz sind wir sehr happy. Ich konnte mich selbst heute für gute Schläge belohnen und habe einige Chancen genutzt." Glücklicher Bundestrainer Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl strahlte am Abend nach der Finalrunde zufrieden, blickte aber schon auf die kommenden Herausforderungen voraus: "Mit dem neunten Platz sind wir glücklich und auch ein bisschen stolz. Wir haben eine gute WM gespielt. Besonders die Leistung als Team, bei der jeder hier einen riesigen Beitrag zum Ergebnis in der Top Ten geleistet hat, macht diese Woche besonders gut. Eine tolle Woche, die gleichzeitig ein guter Abschluss der Saison 2019 ist, geht zu Ende. Auch in den nächsten beiden Jahren wird die Team-WM der Mädchen hier im Angus Glen GC ausgetragen. Durch die extreme Komplexität des Platzes in allen Bereichen des Spiels wird eine optimale Marschroute für die Trainingsinhalte der kommenden Monate vorgegeben." Turniersieg für Top-Favoriten Am Finaltag waren es die Mädchen aus Korea, die den besten Score nach Hause brachten. Am Ende sicherte sich Korea mit gesamt 13 Schlägen unter Par bei vier Zählern Vorsprung den Titel vor Thailand. Italien blieb als einzige Nation Europas unter Par und sicherte sich mit gesamt -3 die Bronzemedaille. ENDSTAND RANG NAME     ENDSTAND   TEAMWERTUNG       1 Korea   -13 9 Junior Team Germany   +16             EINZELWERTUNG       1 Atthaya Thitikul   -11 T15 Paula Schulz-Hanßen +6 T29 Marie Bechtold +16 T35 Chiara Horder   +19

Deutsche Mädchen behaupten sich

News, 26.09.2019 um 23:53 Uhr
Am dritten Wettkampftag der 6. Team-WM der Mädchen verteidigt der Bundesadler nach einer mehr als dreistündigen Gewitterunterbrechung seinen Platz in der Top Ten. Korea übernimmt die Führung.
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Markham/Kanada - Schwarz-Rot-Gold leuchtet in Kanada weiter in der Top Ten. Vor der Finalrunde hat das deutsche Team erneut eine sehr homogene Leistung abgeliefert. Chiara Horder brachte drei Birdies unter. Die Spielerin des GC München Valley hatte aber auch einige höhere Hausnummern auf der Karte, so dass sie zum zweiten Mal eine 78 (+6) unterschrieb. Auch Paula Schulz-Hanßen kam mit drei Birdies vom Südkurs der Angus Glen GC. Die Kurpfälzerin vom GC St. Leon-Rot hielt ihre Scorekarte etwas sauberer und war mit 74 (+2) Schlägen an diesem dritten Tag die beste der drei Spielerinnen, die von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl in Kanada betreut werden. In der Einzelwertung liegt Schulz-Hanßen mit gesamt +8 schlaggleich mit ihrer Clubkameradin Marie Bechtold auf Rang 21. Bechtold war mit drei Bogeys auf dem ungemein anspruchsvollen Platz gestartet, berappelte sich, spielte lange sehr gut und vergab erst durch ein Doppelbogey auf der letzten Bahn einen besseren Score. So unterschrieb die English-Girls-Siegerin eine 76 (+4). Besonderer Moment Die Situation auf Bahn 18 war einerseits mit einer großen Portion Pech entstanden, andererseits aber auch ein Indiz dafür, dass Marie Bechtold sehr gereift: Nach dem sauberen Birdie auf Bahn 17 musste die Kurpfälzerin nach einem weiteren perfekten Abschlag den Schlag ins 18. Grün bei heftigem Wind machen. Sie hatte keinen sicheren Stand mehr und die heftige Böe griff den Ball im Flug so an, dass dieser im Wasser landete. In genau diesem Moment ertönte das Signal der Spielleitung, die Athletinnen wegen des Gewitters vom Platz zu holen. Es folgte eine Pause von mehr als drei Stunden, in denen Marie Bechtold gemeinsam mit Sebastian Rühl daran arbeiten konnte, den ersten Schlag nach der Unterbrechung möglichst optimal auszuführen. Statt der 180 Meter im Sturm hatte Bechtold noch rund 148 Meter zur Fahne. Diesen Schlag probierte die Jugendnationalspielerin in der Einspielzeit vor der Wiederaufnahme des Spiel und obwohl sie mit einem sehr negativen Erlebnis in die lange Pause gegangen war, setzte sie um, was Coach und Spielerin als Ziel gesetzt hatten. Der Schlag landete knapp sieben Meter neben dem Loch und mit einem sicheren Zweiputt wurde die Runde beendet. Der Mädchen-Bundestrainer war daher sehr vom Stand der Entwicklung seines Schützlings angetan: "Die Spielleitung hat geduldig abgewartet, bis die beiden Gewitter vorüber waren. Das war sehr gut so. Marie hatte also drei Stunden Zeit, diesen Schlag zu verarbeiten. Was dann kam, war so ziemlich der nervenstärkste Moment, den ich in all den Jahren als Bundestrainer der Mädchen erleben durfte. Das war beeindruckend. Ich weiß nicht, wieviele Leute diesen Schlag bei einer Weltmeisterschaft mit Zuschauern auf Bahn 18 so hätten machen können, nachdem sie drei Stunden vorher genau den Schlag ins Wasser gesetzt hatten und so lange über diese Situation nachdenken konnten. Diese Nervenstärke von Marie Bechtold war wirklich ein ganz besonderer Moment." Alles auf Angriff Für den Finaltag gibt es für den Bundesadler nur noch ein Ziel: Angriff. "Ob wir auf zehn, elf oder zwölf landen, spielt nicht die große Rolle. Wir wollen auf jeden Fall alles geben und sinnhaft an einigen Bahnen auf die Fahnen gehen und so versuchen, einige Birdies zu machen, um so doch eher in Richtung Top acht zu gehen. Wir wollen nicht den Stand verwalten, sondern aggressiv spielen", gab Sebastian Rühl die Taktik für den letzten Akt in Kanada aus. Führungswechsel An der Spitze gab es erneut einen Wechsel. Korea hat sich den Platz an der Sonne von Thailand zurückerobert. Mit zehn unter Par hat die große Golfnation vor der Finalrunde nur einen Schlag Vorsprung auf das Thai-Team. Als beste Mannschaft Europas hat sich Italien mit gesamt zwei unter Par auf dem dritten Rang eingenistet. Alle anderen Teams liegen im Gesamtergebnis über Par.  

Deutschland klettert in Top Ten

News, 25.09.2019 um 23:45 Uhr
Bei der 6. Team-WM der Mädchen in Kanada präsentieren sich die drei jungen Deutschen am zweiten Tag ganz stark und schaffen in der Gesamtwertung den Sprung in die Top Ten.
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Markham/Kanada - Am zweiten von vier Wettkampftagen haben die Mädchen um Bundestrainer Sebastian Rühl einen großen Sprung im Klassement gemacht und sind von Platz 16 bis auf Rang 9 nach vorne gekommen. Der Wind hatte sich zwar gedreht und daher spielte sich der Südkurs des Angus Glen GC anders, aber die Spielleitung hatte den Platz etwas leichter gesteckt, so dass die Scores insgesamt um einige Schläge tiefer waren. Asienpower vorne An der Spitze legte Attahya Thitikul aus Thailand eine grandiose Runde mit nur 63 (-9) Schlägen vor und sorgte so maßgeblich dafür, dass ihr Team zur Halbzeit dieser Welttitelkämpfe alleine das Feld anführt. Aus deutscher Sicht brillierte Marie Bechtold, auch wenn das gesamte Team wieder eine hervorragende Visitenkarte abgab. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot musste nur zwei Bogeys notieren und drückte mit zwei Birdies und einem Eagle ihren Score auf 70 (-2) Schläge. "Alles in allem haben wir es heute echt gut gemacht und uns in die Top Ten gekämpft. Morgen spielen wir mit den Nationen, die weiter vorne platziert sind. Das wird uns helfen, denn dann können wir die ein bisschen jagen", geht Bechtold voller Optimismus in die zweite Turnierhälfte. Sechs Birdies Paula Schulz-Hanßen machte ihre Scorekarte bunt. Satte sechs Birdies gelangen der Kurpfälzerin. Dem standen vier Bogeys und ein "Double" entgegen, so dass die 16-Jährige eine sehr gute 72 (Even Par) unterschreiben durfte. "Ich bin heute mit meiner Runde zufrieden. Aus gestern habe ich viel gelernt und bessere Entscheidungen getroffen. Mit unserer Platzierung in der Top Ten sind wir wirklich zufrieden und wollen morgen nochmal ein paar Plätze gutmachen", war auch die Spielerin, die jüngst Europa im Junior Solheim Cup vertreten durfte, bester Dinge. Jeder kann tief gehen Auch Chiara Horder zeigte eine überzeugende Leistung. Mit einer 77 (+5) kam die Spielerin des GC München Valley zwar nicht in die Wertung, lieferte aber eine so solide Leistung ab, dass Sebastian Rühl daraus viel Positives für die Mannschaft ableitete: "Wir hatten heute einen guten Tag. Das war eine tolle Teamleistung mit konstant guten Ergebnissen. Wir haben wieder keinen hohen Streicher, was uns in Perspektive auf die nächsten Tage sehr hilft. Alle wissen, dass jeder tief schießen und stabil spielen kann. Das gibt allen Vertrauen, mutig nach vorne zu gehen! Es ist somit eine super Teamleistung der deutschen Mannschaft. Wir sind heute gut ins Spiel gekommen, haben gute Entscheidungen getroffen und hatten eine sehr gute Strategie. Daher waren wir eine der wenigen Mannschaften, die einen Score unter Par in die Wertung gebracht haben. Damit haben wir einen guten Schritt in Richtung Top Ten des Leaderboards gemacht. Das freut mich sehr!" Mit Korea in Runde drei Am dritten Wettkampftag gehen die Deutschen gemeinsam mit Korea auf die Runde. Die Asiatinnen sind der Favorit und liegen mit nur einem Zähler Rückstand auf Thailand auf dem zweiten Platz. Ein intensiver Tag steht für das deutsche Trio und den Coach der jungen Bundesadler an.

Auftakt zur Team-WM der Mädchen

News, 24.09.2019 um 22:43 Uhr
Der erste Wettkampftag der Team-WM der Mädchen zeigt eine sehr homogene deutsche Auswahl. Alle drei Spielerinnen bringen den gleichen Score ins Clubhaus.
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Markham/Kanada - Bei der 6. World Junior Girls Championship, der inoffiziellen Weltmeisterschaft, hat das deutsche Team um Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl zum Auftakt eine absolut homogene Leistung abgeliefert. Alle drei Spielerinnen unterschrieben Scorekarten mit 78 (+6) Schlägen. Da an jedem der vier Wettkamptage zwei Scores in die Wertung kommen, summiert sich das Ergebnis für den Bundesadler nach Runde eins auf +12. Dies reicht für den 16. Platz. Die Führung hat Korea übernommen. Die Asiatinnen waren die einzige Mannschaft, die hauchdünn unter Par bleiben konnte. Dreimal Asien unter Par Auch in der Einzelwertung waren die Scores unter Par sehr rar gesät. Nur drei Spielerinnen, alle aus Asien, kamen mit einer 71 (-1) von der Runde. Neben der Koreanerin Ye Won Lee waren es noch die Chinesin Yin Xiaowen und die Thailänderin Yosita Khawnuna. Auf dem 5.186 Meter langen Par-72-Südkurs des Angus Glen GC treten noch bis zum 27. September Mädchen aus 20 Nationen an. Jeweils drei Mädchen bilden eine Mannschaft. Das deutsche Trikot tragen Marie Bechtold vom GC St. Leon-Rot, Chiara Horder (GC München Valley) und Paula Schulz-Hanßen. Die Athletin des GC St. Leon-Rot feiert damit unmittelbar nach dem Junior Solheim Cup den nächsten Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere. Stimmen vom Tag Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl ist vom Turnier und Gelände restlos begeistert: "Wir haben heute gut gespielt. Dreimal +6 ist gemessen an der Komplexität dieses Platzes eine echt gute Leistung. Das ist hier der mit Abstand schwerste Platz, den ich in all den Jahren meiner Tätigkeit bisher erlebt habe. Schon bei der ersten Begehung war klar, dass das hier eine ganz eigene Liga ist. Der Platz ist lang, hat schnelle und ondulierte Grüns und es gibt hier in Toronto auch kräftigen Wind. Hier brauchen die Spielerinnen das komplette Arsenal, was das Spiel hergibt. Das ist absolut beeindruckend. Wir sind mit dem Ergebnis im Klassement zwar etwas weiter hinten als gewünscht, aber es hat nur ein etwas tieferes Ergebnis gefehlt. Dafür haben wir aber auch kein hohes Ergebnis. Ein relativ niedriger Streicher hilft uns da nicht weiter. Ich freue mich aber für die drei Mädels, denn mit sechs über Par war das angesichts der komplexen Aufgaben von allen eine reife Leistung. Da ist an der einen oder anderen Stelle noch Raum nach unten. Wenn wir hier mit einem Ergebnis in der Top Ten nach Hause fahren, haben wir ganz viel richtig gemacht. Ich freue mich auf die kommenden Tage!" Marie Bechtold war vom Platz sehr beeindruckt: "Es war relativ windig und der Platz ist echt tough und sehr herausfordernd. Das hat super viel Spaß gemacht. Man kann hier richtig viel lernen, denn jeder schlechte Schlag wird hart bestraft. Man muss wach bleiben, gerade die ersten Löcher sind sehr schwierig. Ich bin auf die nächsten Tage gespannt und freue mich darauf!" Paula Schulz-Hanßen war mit ihrem Score nicht zufrieden, sah aber auch positive Aspekte: "Ich habe heute aus meiner Runde sehr viel gelernt. Mit meinem Spiel an sich bin ich schon zufrieden. Ich habe nur ein paar Fehlentscheidungen getroffen und mir dafür Bogeys eingefangen." Zwei Plätze für die Canadian Open Angus Glen verfügt über zwei Championship-Plätze und auf beiden wurden bereits die Canadian Open ausgetragen. Der Südkurs wurde nach einem umfangreichen und aufwändigen Umbau 2015 wiedereröffnet. Auf etlichen Bahnen kommt Wasser ins Spiel und so wird den Athletinnen eine taktisch kluge Spielweise abgefordert, um einen tiefen Score in das imposante Clubhaus bringen zu können.

Feierstimmung bei den Nachwuchstalenten

News, 17.09.2019 um 17:01 Uhr
Sechs Jugendmannschaftsmeisterschaften in sechs Clubs ausgespielt.
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Es wurden mehr als 11.000 Löcher an sechs Austragungsorten gespielt, bis die sechs Sieger-Teams feststanden. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) der Jungen und Mädchen in den Altersklassen (AK) 14, 16 und 18 setzten sich am Ende vier Mal die Mannschaften des GC St. Leon-Rot und zwei Mal die des Münchener GC durch. AK 18 Mädchen: St. Leon-Rot fängt Hamburg ab Die Spielerinnen des GC St. Leon-Rot haben ihren Titel in der AK 18 erfolgreich verteidigt. In den Einzeln trumpften die Kraichgauerinnen auf und fingen die Mädchen des Hamburger GC noch ab, die nach den Vierern mit sieben Schlägen Vorsprung geführt hatten. Mit insgesamt zwölf unter Par verbuchten die alten und neuen Deutschen Meisterinnen am Ende zwei Schläge vor dem Team aus der Hansestadt (+14). Rang drei ging nach einer spannenden DMM im GC Augsburg mit 18 über Par an die jungen Damen des Kölner GC. "Das war ein hartes Stück Arbeit heute und ganz gewiss kein Selbstläufer", so PGA Golfprofessional Lars Bocks, der das Team der Siegerinnen als Interims-Coach betreut hatte und somit Trainer Pascal Proske vertrat. AK 18 Jungen: Münchener GC Meister der AK 18 Im Stuttgarter GC Solitude ging der DMM-Titel der Jungen AK 18 an den Münchener GC vor Titelverteidiger GC St. Leon-Rot und dem GC Hösel. Das Team von Coach Arne Dickel feierte damit einen Start-Ziel-Sieg, denn schon nach den Vierern hatten die Münchener knapp in Front gelegen und in den sechs Einzeln zwei ganz starke Scores in die Wertung eingebracht. Der Gesamtscore des Teams lag mit +11 acht Schläge besser als die Summe der Schläge, die der Titelverteidiger gebraucht hatte. Meistercoach Arne Dickel wurde bei der Siegerehrung emotional: "Aufgrund der Entwicklung meiner Spieler speziell zum Saisonende hin, sind wir schon mit berechtigten Ambitionen nach Stuttgart gereist. Dass es am Ende der Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters wird, ist für uns ein Riesenerfolg." AK 16 Mädchen: Krimi und Platzrekord bei Titelverteidigung Die Entscheidung bei der DMM der Mädchen AK 16 entwickelte sich zu einem wahren Krimi, an dessen Ende die jubelnden Spielerinnen des GC St. Leon-Rot die erfolgreiche Titelverteidigung feierten. In den Einzeln am zweiten Tag des Bundesfinals profitierten die Süddeutschen von einer beeindruckenden, mannschaftlich konstanten Leistung und verwiesen die Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Sowohl der GC St. Leon-Rot als auch der G&LC Berlin-Wannsee kamen mit insgesamt zehn über Par ins Clubhaus. Nach dem notwendigen Stechen, durften die Spielerinnen aus St. Leon-Rot jubeln. Die drittplatzierte Mannschaft des Frankfurter GC hatte mit Tessa Kremser die beste Einzelspielerin des Tages in ihren Reihen. Drei frühe Birdies und ein weiteres Eagle bei nur einem Bogey auf 18 Löchern waren gleichbedeutend mit einer 68 (-4) und neuem Platzrekord im GC Münster-Tinnen. Mit insgesamt +14 betrug der Rückstand der Spielerinnen aus der Mainmetropole am Ende lediglich vier Schläge auf St. Leon-Rot und Berlin. AK 16 Jungen: St. Leon-Rot macht den Sieg in den Einzeln klar Ein echtes Statement haben die AK 16 Jungen des GC St. Leon-Rot in den Einzel-Runden der DMM 2019 abgegeben. Mit gerade einmal 19 Schlägen über Par marschierten sie durch den zweiten Wettkampftag und ließen damit alle anderen Teams klar hinter sich. Den stärksten Score erzielte Robin Link. Mit seiner 71 (-1) unterschrieb er als einziger Spieler bei diesem Turnier eine Runde unter Par. Platz zwei eroberten die Nachwuchsspieler des GC Hubbelrath knapp vor den Stadtrivalen vom Düsseldorfer GC. Der klare Sieg der St. Leon-Roter war für Coach Benjamin Schlichting keineswegs so vorhersehbar. "Wir sind schon sehr, sehr happy mit diesem Abschneiden. Das war zu Beginn der Saison nicht absehbar. Wir haben mit einem sehr kleinen Kader angefangen und dann sind erst nach und nach Spieler aus den unteren Trainingsgruppen nachgerückt. Es war also schon eine sehr erfolgreiche Saisonarbeit und einige der Spieler haben gerade erst in den letzten Wochen noch einmal angezogen und sind richtig gut in Form gekommen." AK 14 Mädchen: Münchener GC holt sich den Sieg Spannung pur bot der Finaltag der DMM der Altersklasse 14 bei den Mädchen. Die Entscheidung um den Titel fiel im GC Ebersberg erst am letzten Loch zu Gunsten der Mannschaft aus der bayrischen Landeshauptstadt. Ein Schlag trennte schließlich die jubelnden Siegerinnen des Münchener GC von den Zweitplatzierten des GC St. Leon-Rot. Die Bronzemedaille sicherte sich das Team des Stuttgarter GC Solitude. Mit insgesamt 16 Schlägen über Par verbuchten die Mädchen des Münchener GC am Ende in Addition der drei gewerteten Einzel auch das beste mannschaftliche Ergebnis des Tages. Zusammen mit dem Resultat der Vierer vom Vortag stand schließlich eine +31 in der Ergebnisliste. Durch einige Bogeys und Doppel-Bogeys der Titelverteidigerinnen auf den letzten Löchern schmolz deren Vorsprung, so dass mit +32 am Ende tatsächlich ein Schlag über den Sieg entschied. AK 14 Jungen: Sieg für den GC St. Leon-Rot Am zweiten Tag der DMM der Jungen AK 14 ließen die amtierenden Meister des GC St. Leon-Rot ihre volle individuelle Spielstärke zur Geltung kommen und kämpften sich mit den besten Einzel-Ergebnissen klar an die Spitze des Teilnehmerfelds. Mit gewerteten Runden von +3, +3, +4, +4 und +6 sammelten die Süddeutschen gerade einmal 20 Schlagverluste und lagen für das Turnier bei insgesamt 33 Zählern über Par. Platz zwei sicherte sich der Münchener GC (+38) vor dem Team des G&LC Berlin-Wannsee (+43). Sebastian Holzapfel, Trainer der St. Leon-Roter Jungen, war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir wussten, dass es in diesem Jahr eine schwierige Aufgabe ist, den Titel zu verteidigen, denn wir hatten gerade mit Wannsee und dem Münchener GC starke Konkurrenz im Feld. Nachdem wir gestern etwas unglücklich gestartet sind und in den Scores hinter unseren Erwartungen blieben, war klar, dass wir fünf Schläge aufholen müssen und das haben die Jungs dann auch getan. Das macht mich riesig stolz."

USA gewinnen Junior Solheim Cup

Internationale Wettspiele, 11.09.2019 um 21:23 Uhr
Zum fünften Mal in Folge gewinnen die Mädchen aus den USA den Junior Solheim Cup. Im schottischen Gleneagles setzt sich das Team aus Übersee mit 13:11 durch. Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot unterliegt in ihrem Einzel mit 3:2.
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Gleneagles/Schottland - Paula Schulz-Hanßen aus dem Junior Team Germany hat unvergessliche Tage in Schottland erlebt, konnte aber auch nicht verhindern, dass Team Europe zum fünften Mal in Folge den Kontrahentinnen aus den USA unterliegt. Mit einem überschaubaren Rückstand von 4,5:7,5 war Europa in den zweiten Wettkampftag gegangen und hätte in den zwölf Einzeln das Blatt noch wenden können. Aber es kam anders, denn die USA zeigten auch in den Matches Mädchen gegen Mädchen eine starke Performance. Paula Schulz-Hanßen traf auf Christine Wang. Vom Start weg legte Wang stark vor und gewann vier der ersten acht Bahnen. Die Spielerin aus der Kurpfalz hielt dann aber nochmal kräftig dagegen und verkürzte beim kreuzen auf die Backnine mit zwei Lochgewinnen. Als Christine Wang auf dem 14. Grün wieder auf 3auf davonzog, war die Vorentscheidung gefallen. Am Ende stand ein 3&2 für das US-Girl. Auch insgesamt konnten zu wenige Europäerinnen ihre Matches gewinnen, so dass der Rückstand auf den Titelverteidiger zwar verkürzt wurde, aber das Duell ingesamt doch an die USA ging. Trotz der Niederlage geht Paula Schulz-Hanßen mit einem positiven Fazit aus diesem Kontinentalwettkampf: "Es war eine tolle Erfahrung und wir hatte eine tolle Zeit als Team. Am Ende hat es nicht gereicht, um gegen die Amerikaner zu gewinnen, aber wir haben alle unser Bestes gegeben und das ist, was zählt." Solheim Cup mit Caroline Masson steht an Am Freitag geht es mit dem "großen" Solheim Cup los. Bis zum Sonntag, 15. September treffen dann die besten Proetten aus den USA und Europa aufeinander. Im Team Europas steht Caroline Masson aus dem Elite Team Germany.  

USA mit Vorteilen

Internationale Wettspiele, 10.09.2019 um 21:44 Uhr
Am ersten Tag des Junior Solheim Cup im schottischen Gleneagles demonstrieren die Mädchen aus den USA Stärke und gehen mit einer 7,5:4,5-Führung in die abschließenden Einzel.
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Gleneagles/Schottland - Im Foursome am Morgen traf Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot an der Seite von Lilas Pinthier auf Brianna Navarrosa und Briana Chacon. Das Duell verlief sehr ausgeglichen. Die US-Girls gingen vom Start weg in Führung, musste aber sofort den Ausgleich hinnehmen. Auf Bahn 6 gingen die beiden Spielerinnen aus Deutschland und Frankreich in Führung, konnten diese aber ebenfalls nicht lange verteidigen. Mit zwei Lochgewinnen drehten die USA das Bild wieder. Auf Bahn 12 gelang den beiden Spielerinnen, die bei den European Young Masters in der Einzelwertung die Plätze eins und zwei belegt hatten, erneut der Ausgleich. Navarrosa/Chacon gingen auf Bahn 14 abermals in Führung und brachten sich mit einem weiteren Lochgewinn auf die Siegerstraße. Zwar verkürzte das Duo aus der Kurpfalz und aus Frankreich auf der 17 wieder, konnte aber den Ausgleich nicht mehr erzwingen, so dass der Punkt an die USA ging. Insgesamt holten beide Teams je drei Punkte, so dass es mit 3:3 in den Nachmittag ging. Vierball Im Vierball traf das deutsch-französische Duo auf Alexa Pano und Phoebe Brinker. Schulz-Hanßen und Pinthier starteten ausgezeichnet und lagen nach zwei Lochgewinnen nach nur fünf Bahnen schon 2auf. Die USA verkürzten, aber lange blieb es bei der Führung für Europa. Erst auf Bahn 12 gelang Pano/Brinker der Ausgleich, dem die US-Girls schnell einen weiteren Lochgewinn folgen ließen. Mit einer starken Leistung ließen Paula Schulz-Hanßen und Lilas Pinthier mehr aber nicht mehr zu und sorgten mit einem Lochgewinn auf Bahn 16 für den Ausgleich. Das Match wurde geteilt. Dieser halbe Punkt könnte für Europa noch sehr wertvoll werden, denn vier der insgesamt sechs Vierball-Matches gingen an die Gastmannschaft aus Übersee. Bei noch zwölf ausstehenden Einzeln, die am zweiten Wettkampftag anstehen, ist damit noch keine Entscheidung gefallen und Europa hat weiterhin alle Chancen, den Titel zu gewinnen. "Der Tag heute war super emotional - von Nervosität am ersten Abschlag bis hin zu Freude. Alles in allem war es ein Tag, den wir niemals vergessen werden. Wir haben eine Ausgangslage, die es uns ermöglicht, morgen zu gewinnen. Und genau das ist uns Ziel", strahlte Paula Schulz-Hanßen nach dem letzten Putt des Vierballs weiter große Zuversicht aus. Zu ihrer eigenen Leistung bemerkte die 16-Jährige: "Heute war gut, dass ich einfach immer Lust und viel mehr Ehrgeiz als bei anderen Turnieren hatte." Im Einzel trifft die Deutsche als Nummer 135 des World Amateur Golf Rankings auf die Spielerin an Position 246. Dieser kleine Vorteil zählt konkret auf dem Platz im Duell Mädchen gegen Mädchen zwar letztlich nichts, aber Paula Schulz-Hanßen hat in diesem Jahr mit etlichen ganz starken Ergebnissen schon unter Beweis gestellt, dass mit ihr immer zu rechnen ist.  

Schulz-Hanßen vor großem Auftritt

Internationale Wettspiele, 09.09.2019 um 20:18 Uhr
Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot steht vor ihrem bislang größten sportlichen Auftritt. Die Spielerin aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl tritt für Europa im Junior Solheim Cup an, der am 10. und 11 September in Gleneagles stattfindet.
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Gleneagles/Schottland - USA gegen Europa. Solheim Cup. Und vorab: der Junior Solheim Cup, zu dem sich zwölf Mädchen aus Übersee und zwölf Mädchen aus Europa im schottischen Gleneagles treffen. In diesem Teamwettbewerb werden 54 Bahnen gespielt. Eine Runde Foursome, ein Vierball und abschließend die Einzel. Die 16-jährige Nationalspielerin des GC St. Leon-Rot ist eine der zwölf europäischen Spielerinnen, die an dem zweitägigen Wettkampf der besten unter 18-Jährigen gegen die USA antreten werden. Schulz-Hanßen ist bereits die vierte Leistungsgolferin aus dem Golf Club St. Leon-Rot, der diese sportliche Ehre zuteil wurde. Insgesamt nahmen bislang acht deutsche Spielerinnen am Junior Solheim Cup teil, darunter auch Deutschlands derzeit beste Athletin Caroline Masson, die Europa 2005 und 2007 vertrat und in diesem Jahr erneut bei den "Großen" für Europa spielen wird. Paula Schulz-Hanßen, die in der Qualifikationsrangliste für den Junior Solheim Cup auf Platz 10 geführt wurde, erhielt von Kapitänin Mickey Walker eine Wildcard. Die 16-jährige Badenerin sorgte in den vergangenen Monaten wiederholt für sportliche Schlagzeilen, unter anderem durch ihren Doppelerfolg in Team und Einzel beim European Young Masters und einen starken Auftritt bei der Team-EM der Mädchen in Spanien. "Ich bin super stolz, dass ich beim Junior Solheim Cup dabei sein kann. Vor vier Jahren war ich noch begeisterter Fan, als der Junior Solheim Cup in St. Leon-Rot ausgetragen wurde. Dass ich nun selbst mitspielen darf, ist ein Traum", war die junge Athletin schon bei ihrer Nominierung völlig begeistert. Von den ersten Eindrücken im Umfeld berichtet die Kurpfälzerin: "Es ist ein unglaublich tolles Erlebnis hier in Schottland. Teil eines so unterschiedlichen Teams zu sein, ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Wir freuen uns alle auf die Matches und genießen die Tage zusammen!"  

Deutsche Golfelite bei Sandra Gal Charity Golf Trophy

News, 08.09.2019 um 18:45 Uhr
120 Teilnehmer sorgen im Mainzer GC für eine Spendensumme von 77.777 Euro
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"Ich komme gerne in den Mainzer Golfclub, weil es hier einfach wahnsinnig tolle Leute gibt, die uns unterstützen und wegen denen ich mich hier wie Zuhause fühle, obwohl ich gar nicht von hier komme", brauchte Sandra Gal gar nicht lange zu überlegen, um die Frage danach zu beantworten, warum sie ihr Charity Turnier bereits zum zweiten Mal in Folge im Mainzer Golfclub austrägt. Überhaupt war die Stimmung an diesem sonnigen Spätsommertag im 120 Spieler umfassenden Teilnehmerfeld prächtig. Sandra Gal hatte eingeladen und die Deutsche Golf Elite hatte sich nicht groß bitten lassen: Mit Laura Fünfstück, Olivia Cowan, Karolin Lampert, Isabell Gabsa und Florian Fritsch waren gleich fünf weitere Profispielerinnen und -spieler dabei, um mit den teilnehmenden Amateuren einen tollen Golftag zu erleben. Als "Gegner" dieses Sandra Gal&Friends Teams gingen mit Dieter Thoma, Sven Ottke, Olaf Marschall, Harry Bodmer, Stefan Kiefer und Stefan Wiedergrün ebenfalls einige Prominente an den Abschlag. Am Ende behielt die Mannschaft von Dieter Thoma in diesem, im Scramble Format ausgetragenen Turnier, die Oberhand. Das blieb jedoch nur Nebensache, denn insgesamt wurde im Rahmen der Sandra Gal Charity Golf Trophy ein Spendenbetrag von 77.777 Euro erzielt! Die eingespielte Summe wird jeweils zur Hälfte an die "Allianz pro Menschlichkeit" und die Sandra Gal Stiftung gehen. Stefan Kirstein, Geschäftsführer des Mainzer Golfclubs, zeigte sich entsprechend zufrieden: "Sandra hat hier die Golfelite Deutschlands an den Start gebracht, sie ist eine tolle und sympathische Frau, die wir als Mainzer Golfclub natürlich gerne unterstützen!" Sandra Gal, die schon länger Botschafterin des Sozialfonds "Allianz Pro Menschlichkeit"  ist, hatte Freunde aus Ihrem Profigolf Umfeld eingeladen, Kirstein, der seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zum ehemaligen Skisprung Olympiasieger Dieter Thoma pflegt, seinerseits für dessen Teilnahme gesorgt. Thoma, der gute Kontakte zu den weiteren Mitgliedern seines Teams pflegt, zeigte sich ebenfalls begeistert: "Dass unser Team am Ende gewonnen hat, ist schön, noch schöner ist an einem Tag wie heute aber, dass wir eine tolle Summe für Sandras Charityaktionen zusammenbekommen haben. Dass wir alle mit unserem Hobby Golf gute Dinge vollbringen können, ist einfach klasse."  Der Mainzer Golfclub stellte, mit seinem bestens gepflegten und anspruchsvollen Platz, wie bereits im Vorjahr, eine herausragende Kulisse für dieses tolle Event. Auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr freut sich der Golfsport!

Platz fünf für die deutschen Senioren

News, 07.09.2019 um 18:32 Uhr
In der letzten Matchplay-Runde der diesjährigen Team-EM AK 50 sichern sich die deutschen Senioren den Sieg gegen die Niederlande und schließen das Turnier auf dem fünften Rang ab.
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Was für ein großartiges Spiel haben die deutschen AK 50 Herren an diesem finalen Matchplay-Tag der Mannschafts-Europameisterschaften abgegeben - mit erstklassigem Golf, unfassbaren Schlägen und Hochspannung bis zum Schluss! Als Gegner stand die Auswahl der Niederlande am Abschlag und es ging um den fünften Rang im Gesamt-Klassement. Thomas Fili und Rainer Gödeke traten abermals im Vierer an und sahen sich Jeroen Kamil und Pieter van Doorne gegenüber. Schulte erneut ganz stark Die Holländer spielten stark. An der neunten Bahn gelang ihnen zudem das Husarenstück, ein Eisen 6 zum Eagle zu lochen. Fili und Gödeke hielten aber gegen und kämpften sich auf den Back Nine mit starken Scores aus dem Rückstand. Ausschlaggebend sollte dann jedoch das Finish sein. Das Match war all square, als die beiden Deutschen an den Bahnen 16 und 17 jeweils Birdies notieren konnten, beide Löcher gewannen und den ersten Punkt per 2&1 sicherten. Die vielleicht härteste Aufgabe hat an diesem Tag Thomas Krieger abbekommen. Er spielte gegen den stärksten Holländer, Bart Nolte. Nach großem sportlichen Kampf unterlag Krieger am 18. Grün, als Nolte zum Birdie versenkte und damit das Loch und das Match sicherte. Zwischenzeitlich gewann der Bochumer Ulrich "Utz" Schulte nach einem erneut ganz starken Spiel, bei dem er ein wahres Birdie-Feuerwerk zündete, mit einem überzeugenden 5&4 gegen Pieter van Steenbergen. Drei von fünf Partien waren entschieden und es stand 2:1 für das deutsche Team. Ein Punkt war also noch notwendig. Allerdings musste der erst einmal erkämpft werden. Denn Stefan Sachs, der am Vortag über die Marathon-Distanz von 25 Bahnen spielen musste, verlor beim Stand von 1up die 17. Bahn unglücklich gegen Marcel Roelofsma. Die beiden gingen also all square auf die 18 und auch diese Bahn teilten sie. Schon wähnte sich das deutsche Team in einer Wiederholung des gerade erst verarbeiteten Monster-Stechens gegen Spanien. Schieffer holt die Entscheidung Doch dann fiel die Entscheidung an ganz anderer Stelle: Ekkehart Schieffer lag in seinem Spiel gegen Philip Rubay Bouman 1down, als er auf das 17. Grün ging. Da allerdings versenkte er einen Putt aus zwölf Metern Entfernung zum Birdie und glich die Begegnung aus. Und Schieffer hatte noch ein weiteres Ass im Ärmel! An Bahn 18, einem Par 5, schlug er seinen Pitch aus 65 Metern Entfernung bis auf 10 Zentimeter an die Fahne und ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Das Loch war seins - und damit auch der Punkt für den Sieg in seiner Begegnung. Schieffer sichert somit den dritten und entscheidenden Punkt für sein Team und schickt Stefan Sachs, der bereits auf dem Weg zur 19. Bahn war, in den wohlverdienten Feierabend. Für die deutschen AK 50 Senioren bedeutet der heutige Sieg den fünften Rang von insgesamt 22 Mannschaften der Team-EM. Die Titelverteidigung war nach der Niederlage am ersten Matchplay-Tag schon früh nicht mehr möglich, aber zwei von drei gewonnenen Lochspiel-Runden zeigen eindrucksvoll, dass mit dieser Mannschaft zu rechnen ist. Das sieht auch Kapitän Thomas Hübner so: "Wir haben hier ein starkes Team mit einem super Teamgeist gehabt. Rainer Gödeke und Thomas Fili haben sich perfekt in die Mannschaft eingefügt. Wir blicken auf zwei tolle Siege zurück und freuen uns über einen hart erkämpften und damit sehr schönen fünften Platz." Im Spiel um die Europameisterschaft siegt England gegen Irland mit einem 3,5:1,5. Die Bronzemedaille holt Schottland nach einem 3:2 Sieg gegen Gastgeber Dänemark.

AK 50 Damen auf Platz acht

News, 07.09.2019 um 17:19 Uhr
Nach der Niederlage gegen das Team aus den Niederlanden beenden die DGV-Seniorinnen die diesjährige Team-EM auf dem achten Rang.
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Auch am letzten Tag der diesjährigen Mannschafts-Europameisterschaften bleibt die deutsche AK 50 Auswahl nicht von Enttäuschungen verschont. Im Spiel um Platz sieben unterliegen die Seniorinnen um Kapitänin Tessa Oldenbourg mit einem letztendlich deutlichen 1,5:3,5 gegen ein gut eingestelltes niederländisches Team. Die Mannschaft muss damit auch die dritte Matchplay-Runde als Niederlage abschreiben. Guter Start in den Tag Dabei haben sich die DGV-Seniorinnen nach der vorangegangenen Schlappe gegen Belgien noch einmal intensiv und mit extra Trainingseinheiten auf diesen Abschluss-Wettkampftag vorbereitet. Coach Philip Drewes hat zudem jede Spielerin einzeln auf die bevorstehende Begegnung mit den Niederländerinnen eingestellt. So sind die Deutschen auch tatsächlich gut gestartet und lagen zunächst in vielen der Begegnungen auf. Selbst nach neun gespielten Löchern war das Match sehr ausgewogen. Die erste Entscheidung fiel alsdann bei Alexandra Kölker, die an diesem letzten Matchplay-Tag sehr solide und eindeutig spielte und ihre Gegnerin Marianne Geers mit Birdies und Pars beeindruckte. Bei der ersten Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, tat Kölker genau dies und sicherte den ersten Punkt des Tages mit einem 7&5. Leider sollte dies jedoch die einzige gewonnene Partie bleiben. So lag der Vierer mit Sibylle Gabler und Susanne Lichtenberg immer wieder mit ein bis zwei Löchern im Rückstand - und konnte dieses Manko bis zur entscheidenden 17. Bahn auch nicht ausbügeln. Der Punkt ging per 2&1 an die Holländerinnen Renee de Ruijter und Siene Dresselhuys. Britta Schneider unterlag 3&2 gegen eine konzentriert spielende Kristine ten Doesschate. Und Anja Lundberg, die anfangs schnell 3auf lag, musste ihr Match gegen Joyce van Tongeren am 18. Grün verloren geben. Erstklassiger Team-Spirit Mit drei sicheren Punkten und dem feststehenden Sieg für die Niederländerinnen wurde die Partie zwischen Stephanie Kiefer und Nan Croockewit geteilt und das Endergebnis lautet auf 3,5:1,5. Die Platzierung für die ursprünglich als Titelverteidiger angetretenen Deutschen lautet somit am Ende Platz acht. Tessa Oldenbourg fasst das Abschneiden in Worte: "Gerade nach dem Meisterschafts-Titel im vergangenen Jahr ist der achte Platz sicher enttäuschend. Und er entspricht auch nicht der Spielstärke unserer Mannschaft. Aber ich kann sagen, dass wir hier trotz dieses Ergebnisses ein super Team waren, ein sehr faires und kooperatives Miteinander hatten und sich alle Spielerinnen gegenseitig unterstützt haben. Auch die schweren Niederlagen haben die Spielerinnen gut verdaut - und der souveräne Umgang mit Rückschlägen zeichnet einen Top-Sportler letztendlich aus. Es war eine sehr lehrreiche EMM für uns und ich hoffe, dass wir mit neuer Energie in die Europameisterschaften des kommenden Jahres gehen können und dann wieder ein Gegner sind, der auch wirklich etwas entgegenzusetzen hat." Den Titel des Mannschafts-Europameisters der AK 50 Damen sicherte sich das Team aus England mit einem 3,5:1,5 Sieg über Spanien. Im Spiel um den dritten Platz deklassiert Irland die schwedische Mannschaft mit einem 4,5:0,5.

AK 50 Senioren siegen im Stechen

News, 06.09.2019 um 16:18 Uhr
Stefan Sachs gewinnt sein Stechen nach sieben Extrabahnen und schlägt die deutschen Senioren bei der EMM zum knappen Sieg gegen Spanien.
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Am insgesamt vierten Tag der diesjährigen Team-EM der AK 50 trafen die Senioren des DGV auf alte Bekannte. Und die haben mit den Deutschen noch eine gewisse Rechnung offen. Denn es war die Mannschaft aus Spanien, gegen die die Deutschen im letzten Jahr im Finale gespielt und den Titel des Mannschaft-Europameisters errungen haben. Und auch wenn es bei der diesjährigen Begegnung nicht mehr um den Titel ging, so war die Motivation der Iberer dennoch nachvollziehbar groß. Taktikwechsel bei den Deutschen Aber die deutsche Auswahl um Kapitän Thomas Hübner war ganz gewiss nicht gewillt, den Spaniern auch nur ein Loch ohne sportlichen Kampf herzugeben. Und um ein gewisses Überraschungsmoment aufzubauen, änderte die Mannschaft zudem ihre Taktik. So traten an diesem vorletzten Wettkampftag Thomas Fili und Rainer Gödeke gemeinsam im Vierer an - und bewiesen ihrem Kapitän Thomas Hübner sogleich, dass diese Entscheidung die richtige war. Sie erspielten sich ein frühes 5&4 gegen Alfonso Montojo und Rafael Burgos. Die nächsten beiden Entscheidungen fielen auf dem 17. Grün. Ekkehart Schieffer erwischte einen eher verhaltenen Start und kämpfte über weite Strecken  - erfolgreich - um den Anschluss. Nach einer kurzen zwischenzeitigen Führung musste er seinen Punkt dann allerdings per 2&1 an Ignacio Gonzalez abgeben. Ulrich Schulte, der direkt hinter Schieffer spielte, war da besser dran. Wieder einmal spielte der Bochumer ganz stark, konnte viele Birdies verzeichnen und lag 2auf und dormie, als sein Match gegen Alicio Rodriguez Fuertes an der vorletzten Spielbahn ankam. Der Spanier spielte auf Angriff, verlor das Loch und Ulrich "Utz" Schulte strich den so wichtigen zweiten Punkt für sein Team per 3&1 ein. Während drei der insgesamt fünf Begegnungen vorzeitig endeten, mussten gleich zwei Deutsche auf die Extrabahn. Für Thomas Krieger, der in seinem Match gegen Bernardo Campos bis zur finalen Phase klar in Führung lag, endete die Begegnung mit einer Niederlage am 20. Loch, als sein Drive einen Baum erwischte und der "Häuptling" einen Schlag investieren musste, um seinen Ball quer zur Spielrichtung auf den Fairway zu spielen. Plötzlich stand es zwischen Deutschland und Spanien wieder vollkommen offen 2:2. 25 Bahnen bis zur Entscheidung Und die letzte noch laufende Partie sollte es noch einmal deutlich spannender machen, als alle anderen Begegnungen zusammen. Denn Stefan Sachs und sein Gegenspieler Manuel Carballal spielten nicht nur die gelegentlich übliche Extrabahn. Oder vielleicht auch zwei davon. Die beiden sollten sich ein echtes Nervenspiel liefern. Ganze sieben Extralöcher gingen die Spieler, um den letzten und entscheidenden Punkt untereinander zu entscheiden. Die ersten sechs dieser Bahnen notierten sie fehlerfrei. Erst auf der insgesamt 25. Bahn sollte Sachs aus einer eigentlich nachteiligen Lage der Schlag des Tages gelingen: Aus einem Bunker und zirka 25 Metern Distanz spielte der Hesse seinen Ball bis auf 70 Zentimeter an die Fahne. Keine Chance mehr für den Spanier - denn diese Butter ließ sich Sachs nicht mehr vom Brot nehmen. Er lochte zum Birdie und holte den Punkt. Mit seinem Schlag sichert Stefan Sachs den deutschen Senioren den Sieg über Spanien per 3:2. Die DGV-Auswahl spielt somit am finalen Matchplay-Tag um den fünften Rang. Der Gegner heißt dann Niederlande. Das Spiel um die Europameisterschaft wird zwischen den beiden von Beginn an als Favoriten gehandelten Teams aus England und Irland ausgetragen.

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